20. Dezember 2025
Kurze Rede nach dem Dankgottesdienst zur Generalsanierung der Kirche St. Pantaleon
Liebe Bauleute,
Donnerstagmorgen neun Uhr – das war fünfeinhalb Jahre unser feststehender Termin zur
Baubesprechung hier in und an St. Pantaleon. Manchmal waren diese Baubesprechungen wie Vorlesungen, manchmal wie Kolloquien, bei denen hin und wieder Themen
auch kontrovers besprochen wurden, bei denen aber jeder dem anderen zuhörte und
dann den eigenen Standpunkt dagegensetzte. Fruchtbare Gespräche, die zum Erfolg
führten, wie wir hier sehen können. Ich habe viel gelernt an diesen vielen Donnerstagen,
die ich mit Ihnen zusammen auf der Baustelle, auf den Gerüsten und Dächern gearbeitet
habe.
Faszinierend fand ich die archäologischen Funde, die im August dieses Jahres im Zusammenhang mit dem Bau einer barrierefreien Rampe vor dem Südportal erfolgten und einmal mehr meinen gedanklichen Horizont erweiterten und mich in die frühen Zeiten der einschiUigen Kirche St. Pantaleon – oder vielleicht sogar in die Zeit vor dem Kirchenbau an dieser Stelle führten. Das gab mir einen neuen Antrieb, mich rückblickend noch einmal genauer mit der vielgestaltigen Baugeschichte dieser Kirche und auch Vorgängerbildern zu befassen. Dies konnte ich zum Teil noch mit ins Buch nehmen.
Ich möchte einige Worte des Dankes an Sie richten. Zuerst an den Freundeskreis St. Pantaleon Köln, der mich mit der fotografischen Dokumentation der Generalsanierung beauftragt und dadurch dieses Buch ermöglicht hat. Vielen Dank dafür! Ich danke den Bauleuten, Männern und Frauen, die ich fünfeinhalb Jahre lang bei der Arbeit an St. Pantaleon fotografieren durfte. Und ich freue mich und danke dafür, dass diese große Baustelle über die ganze Zeitspanne hinweg für uns alle unfallfrei geblieben ist. Nun ist das Buch hier und wir können es betrachten und lesen und weitergeben. Unsere Arbeit ist auch auf diese bildliche Weise in der Welt. Ich bin dankbar dafür, dass ich an dieser Überlieferung teilnehmen konnte.
Eusebius Wirdeier, DGPh
Donnerstag, 11. Dezember 2025
St. Pantaleon Köln
(es gilt das gesprochene Wort)
