
Ausstellung, Kölnisches Stadtmuseum, 21. November 2009 bis 7. Februar 2010
Vom 20. November 2009 bis zum 8. Februar 2010 wurde meine Ausstellung »Köln wie es ist« im Kölnischen Stadtmuseum gezeigt. Es sind nun vierzig schwarzweiße Großformataufnahmen, die ich seit dem 30. Oktober 2002 bis heute vom Balkon des Kunsthauses Lempertz aus aufgenommen habe: vom Abriss der Kunsthalle und des Kölnischen Kunstvereins, dann vom Entstehen und Bestehen des »Kölner Lochs«, von seiner Begrünung und dann ab 2005 von der Bebauung mit der Tiefgarage, später dann vom Aufsetzen des Museumsneubaus nach dem Entwurf von Schneider + Sendelbach Architekten.
Mein 2004 propagierter Arbeitstitel »Lob der Weitsicht«, der in Kombination mit dem Zusatz »eine fotografische Grubenarbeit« auch Titel der ersten Lieferung der Fotoedition wurde, war ironisch und im übertragenen Sinn gemeint.
Etwa nach dem zehnten Besuch auf dem Lempertz-Contempora-Balkon hatte ich mich jedoch an den unverstellten Blick auf die romanischen Kirchen St. Cäcilien und St. Peter gewöhnt – ein Anblick, der zunächst über den Verlust der Kunsthalle hinwegtröstete.
Die fein abgestimmte Maßstäblichkeit der Kölner Kunsthalle in der Nachbarschaft der beiden Kirchen St. Peter und St. Cäcilien wurde durch den schweren Baukörper des neuen Rautenstrauch-Joest-Museums ersetzt. Nun, da der Ort durch die massive Bebauung mit dem neuen Museum auch eine tatsächliche Weitsicht vermissen lässt, wanderte »Lob der Weitsicht« als Kapitelüberschrift in den begleitenden Text meines Katalogbuchs. Und aus der Nachbarschaft zur Ausstellung »August Sander – Köln wie es war«, die 2009/2010 parallel im Kölnischen Stadtmuseum gezeigt wurde, ergab sich der neue Titel »Köln wie es ist«.
Das Projekt
Eusebius Wirdeier: Köln wie es ist – Eine fotografische Grubenarbeit 2002–2010
umfasst nun vierzig schwarzweiße Großformataufnahmen, die den Abriss der Kölner Josef-Haubrich-Kunsthalle im Herbst 2002 und die Entwicklung des Kölner Lochs und des neuen Kulturzentrums an der Cäcilienstraße bis heute zeigen. und wird so lange fortgesetzt, bis das neue Kulturzentrum eröffnet ist.
Die Ausstellung
umfasst nun vierzig schwarzweiße Großformataufnahmen und kann entliehen werden. Konditionen auf Anfrage unter eusebius.wirdeier(at)netcologne.de
Der kleine Katalog als Daumenkino
kostet 11 Euro in ausgewählten Buchhandlungen und an der Museumskasse. Bestellung auch per E-Mail unter eusebius.wirdeier(at)netcologne.de möglich.
Das große Katalogbuch
wird alle vierzig Aufnahmen und begleitende Texte enthalten, auch meinen Vorschlag für den Waidmarkt*. Es wird in den nächsten Wochen fertig gestellt werden.
96 Seiten im Format 30 x 23 cm, Duotondruck, Fadenheftung, Hardcover,
ca. EUR 48,00
Vorbestellungen bitte unter eusebius.wirdeier(at)netcologne.de
Medienecho
WDR5 Scala, 19.11.2009 –Daumenkino der Baugeschichte
Seit dem Jahr 2002 hat der Fotograf Eusebius Wirdeier die Kölner Bau- und Kulturgeschichte fotografisch dokumentiert. Die Ausstellung "Köln wie es ist" - eine fotografische Grubenarbeit, wird im Stadtmuseum gezeigt.
Kölner Stadt-Anzeiger, 21.11.2009 – Zögerlicher Wandel des "Kölner Lochs"
Eusebius Wirdeier dokumentiert in seiner Ausstellung im Stadtmuseum den Wandel der früheren Kunsthalle zum wuchtigen Kulturzentrum mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum. Zwei Bilder fehlen noch, um das Projekt komplett zu machen.
koeln-nachrichten.de, 20.11.2009 – Sieben Jahre in 38 Bildern
Im Daumenkino dauert es nur wenige Sekunden vom Abriss der alten Kunsthalle bis zum (fast) fertigen neuen Kulturzentrum am Neumarkt. In Wirklichkeit waren es bis jetzt sieben Jahre, und ein Ende steht noch nicht fest.
koelnarchitektur.de, 4.12.2009 Et es wie et es
Erst ging es ganz schnell – dann passierte lange gar nichts. Dieser für Kölner Bauvorhaben schon symbolische Vorgang lässt sich wunderbar an der Fotoserie von Eusebius Wirdeier beobachten.
*Siehe auch Navigationspunkt Neue Kunsthalle
(Stand: 8. Februar 2010)


